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Arbeitsrecht


Arbeitsrecht

893.000 Euro

Diese Summe hatte eine Arbeitnehmerin gefordert, die seit 1995 als Dipl. Ökonomin im öffentlichen Dienst tätig war.

Nachdem es einige Zeit lang regelmäßig Auseinandersetzungen der Klägerin mit ihren Vorgesetzten gegeben hatte, weil die fehlende Anwesenheit der Klägerin moniert worden war, kam es zu einem Nervenzusammenbruch der Klägerin, den diese auf Schikanen am Arbeitsplatz zurückführte.

Schließlich wurde ihr gekündigt und zwar fristlos wegen Arbeitszeitbetrugs. Die Kündigungsschutzklage hatte jedoch Erfolg und die Klägerin arbeitete als Kostenrechnerin für die städtischen Kliniken weiter.

Im nunmehr vom Landesarbeitsgericht Düsseldorf am 26.03.2013, 17 Sa 602/12, entschiedenen Fall beantragte sie die Zahlung von sage und schreibe € 893.000,00 wegen Mobbings.

Mit dieser Klage scheiterte sie sowohl vor dem Arbeitsgericht als auch vor dem Landesarbeitsgericht.

Das Gericht hat zunächst Mobbing definiert, nämlich als das systematische Anfeinden, Schikanieren oder Diskriminieren durch Kollegen oder Vorgesetzte. Dies muss der Arbeitnehmer beweisen.

Allein eine länger andauernde Konfliktsituation reicht für Mobbing grundsätzlich nicht aus, gleiches gilt für die Zuweisung unliebsamer Tätigkeiten oder drastische Kritik eines Vorgesetzten.

So ist eine Versetzung keine Mobbinghandlung, eine Kündigung ist keine Mobbinghandlung, auch nicht jede unberechtigte und überzogene Kritik muss Mobbing sein und auch die Ablehnung von Schulungswünschen eines Arbeitnehmers stellt kein Mobbing dar.

Die Revision zum Bundesarbeitsgericht wurde nicht zugelassen.

 

                                                                          Stefan Engelhardt

Rechtsanwalt

Lehrbeauftragter für Arbeitsrecht

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