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Arbeitsrecht


Arbeitsrecht

Lohn ohne Arbeit

Wenn Arbeitgeber die Anwesenheit von Arbeitnehmern auf einer Betriebs- oder Weihnachtsfeier mit einem Überraschungsgeschenk belohnen, gehen nicht anwesende Arbeitnehmer leer aus, und zwar auch dann, wenn sie unverschuldet nicht teilnehmen können, beispielsweise weil sie krank sind.

 

Ein Anspruch auf das Geschenk ergibt sich insbesondere nicht aus dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz, vgl. Arbeitsrecht Köln vom 18.10.2013, 3 Ca 1819/13.

Im entschiedenen Fall hatte der Arbeitgeber jedem der anwesenden Arbeitnehmer ein     iPad mini geschenkt und wollte mit dieser nicht angekündigten Aktion die in der Vergangenheit geringe Teilnehmerzahl an Betriebsfeiern steigern.

Der Kläger war der Auffassung, dass er auch einen Anspruch auf ein iPad mini habe, nämlich aus dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz. Im Übrigen sei das Geschenk Bestandteil der Vergütung, die ihm auch während der Krankheit zustehe.

Dies sah das Arbeitsgericht anders, sah es nämlich als eine Zuwendung eigener Art an, die mit einer Vergütung nichts zu tun hat.

Arbeitgeber dürfen bei solchen Zuwendungen Mitarbeiter auch unterschiedlich behandeln, jedenfalls dann, wenn sie das Ziel verfolgen, Betriebsfeiern attraktiver zu gestalten und die Mitarbeiter zur Teilnahme zu motivieren.

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