Roggelin & Partner bei facebook - gefllt mirDeutsche Sprache English Language jezyk polski Russische Sprache
Loading
Geschftsfelder

Impressum | Datenschutz | AGB | © 2013 Roggelin & Partner

Arbeitsrecht


Arbeitsrecht

Zur Kündigung von Home Office Vereinbarungen

Eine interessante Entscheidung hat das Landesarbeitsgericht Düsseldorf am 10.09.2014 12 Sa 505/14 getroffen. 

Geklagt hatte ein Firmenkundenberater, der mit seinem Arbeitgeber vereinbart hatte, zu etwa 40% vom häuslichen Telearbeitsplatz aus arbeiten zu dürfen.

Das Büro seines Arbeitgebers liegt ca. 70 - 90 Kilometer vom Wohnort des Klägers entfernt. Vereinbart war in dieser Regelung, dass ein Rechtsspruch auf einen alternierenden Telearbeitsplatz nicht begründet wird und der Home Office Platz von beiden Seiten mit einer Ankündigungsfrist von 4 Wochen aufgegeben werden kann.

2013 hatten die Parteien über eine einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses verhandelt, zu einer Regelung kam es jedoch nicht, sodass die Beklagte die Vereinbarung der Telearbeit kündigte.

Die daraufhin eingereichte Klage des Arbeitnehmers hatte in beiden Instanzen Erfolg, das Landesarbeitsgericht hat allerdings die Revision zum Bundesarbeitsgericht zugelassen.

Das LAG hat der Klage stattgegeben, weil es sich bei der Vereinbarung um Allgemeine Geschäftsbedingungen handelt, die der Inhaltskontrolle gemäß § 307 f. BGB unterliegen.

Da diese Regelung von dem wesentlichen Grundgedanken einer gesetzlichen Regelung abweicht, indem sie die Beendigung der alternierenden Telearbeit für den Arbeitgeber voraussetzungslos ermöglicht und nicht erkennen lässt, dass dabei auch die Interessen des Arbeitnehmers zu berücksichtigen sind, ist sie nicht vereinbar mit § 106 S. 1 GewO. Danach ist die Bestimmung des Arbeitsortes durch den Arbeitgeber nach billigem Ermessen auszuüben.

Es bleibt nunmehr abzuwarten, ob das BAG diese Auffassung teilt.

‹ zurück zur Übersicht

nach oben