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Arbeitsrecht


Arbeitsrecht

In guten wie in schlechten Zeiten

Dass Eheleute nicht zwingend für das haften, was der Andere anstellt, beweist eine Entscheidung des Arbeitsgerichts Aachen vom 30.09.2015, 2 Ca 1170/15.

Kündigungsschutzklage hatte eine Arzthelferin erhoben, die bei einem Orthopäden beschäftigt war. Dieser hatte den Ehemann der Klägerin mit Umbauarbeiten in der Praxis sowie in seinem Privathaus beauftragt, anschließend kam es, wie so häufig, zum Streit, insbesondere hinsichtlich der Rechnung.

Im Rahmen dieses Streits soll der Ehemann der Klägerin ihren Arbeitgeber gewürgt, geschlagen und getreten haben, was sich allerdings im Verfahren nicht zweifelsfrei aufklären ließ.

Gegen Ende der Auseinandersetzung versuchte der Orthopäde dem Ehemann der Klägerin eine Kündigung für diese zu übergeben, scheiterte damit jedoch.

Er warf die Kündigung noch am selben Tag in deren Hausbriefkasten ein.

Im Laufe des Verfahrens hat der Orthopäde eingeräumt, dass die Auseinandersetzung mit dem Ehemann der Klägerin für die ausgesprochene Kündigung von Belang war, weil er wegen des völligen Zerwürfnisses mit dem Ehemann mit der Klägerin nicht weiter zusammenarbeiten wolle.

Die Kündigungsschutzklage hatte Erfolg.

Das Arbeitsgericht hat dazu ausgeführt, dass ein mögliches Fehlverhalten des Ehemannes die Kündigung der Klägerin nicht rechtfertigen kann, weil die Rechtssphären von Eheleuten voneinander vollständig getrennt zu betrachten sind und eine Zurechnung des Fehlverhaltens des Ehepartners nicht stattfinden darf.

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