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Marken- und Urheberrecht


Marken- und Urheberrecht

Pippi Langstrumpf als Werbefigur zulässig

Die Beklagte, Betreiberin von Einzelhandelsmärkten, nutzte Fotografien eines jungen Mädchens und einer Frau, welche als "Pippi Langstrumpf" verkleidet sind, zur Bewerbung von Karnevalskostümen.

Die Klägerin machte als Inhaberin der urheberrechtlichen Nutzungsrechte am künstlerischen Schaffen von Astrid Lindgren einen Schadensersatz in Höhe von
€ 50.000 geltend.

Der BGH erkennt einen urheberrechtlichen Schutz des Sprachwerks "Pippi Langstrumpf" zwar an, führt aber aus, dass Voraussetzung für den Schutz eines fiktiven Charakters sei, dass der Autor der Figur durch Kombination von ausgeprägten Charaktereigenschaften und besonderen äußeren Merkmalen eine unverwechselbare Persönlichkeit verleiht. Diese Voraussetzungen sind bei der fiktiven Figur "Pippi Langstrumpf" erfüllt.

Dies ändert nach Auffassung des Gerichts jedoch nichts daran, dass eine Urheberrechtsverletzung vorliegend nicht gegeben ist.

Die Werbefotografien würde zwar eine Assoziation mit der Figur "Pippi Langstrumpf" aufdrängen, jedoch sind bei der Werbeabbildung nur wenige Merkmale vorhanden, die für den urheberrechtlichen Schutz der fiktiven Figur ausschlaggebend sind.

Die Verwendung von äußeren Merkmalen, die einen Urheberrechtsschutz nicht begründen könnten, reichen für eine Verletzung nicht aus.

Insbesondere ist durch die Verwendung der Werbeabbildungen nicht die charakteristische Kombination aus äußerem Erscheinungsbild und fiktiven Charakterzügen betroffen.

(BGH vom 17.07.2013 - Az.: I ZR 52/12)

 

 

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