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Sportrecht


Sportrecht

Neues zum Spielerberaterunwesen

Spielerberater seien sie seriös, seien sie unseriös, bieten immer wieder Anlass für Streitigkeiten, so z.B. in einem vom Oberlandesgericht Hamm am 24.09.2012, I-18 U 25/12, entschiedenen Streitfall.

Beklagt war Borussia Dortmund, das im September 2010 den klagenden Spielerberater eines beim BVB unter Vertrag stehenden Torhüters ansprach, um Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung aufzunehmen.

Zwei Monate später trennte sich der Spieler vom Kläger und beauftragte einen neuen Spielerberater, im darauffolgenden Jahr kam es zum erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zwischen Verein und Spieler.

Der abgelöste Spielerberater verlangte nun unter Hinweis auf einen mit dem BVB abgeschlossenen Maklervertrag Auskunft über die Konditionen der später ohne seine Mitwirkung vereinbarten Vertragsverlängerung sowie ein der Höhe nach zu bezifferndes Maklerhonorar in Höhe von 10 % des mit dem Spieler abgesprochenen Jahresbrutto-gehaltes.

Das Landgericht hatte die Klage abgewiesen, die Berufung des Klägers hatte vor dem Oberlandesgericht keinen Erfolg. Allerdings ist der Beschluss nicht rechtskräftig, die Revision beim Bundesgerichtshof läuft.

Das OLG hat dazu ausgeführt, dass ein Anspruch auf Zahlung eines Maklerhonorars hier nicht bestanden hat, weil zwischen dem BVB und dem Kläger ein Maklervertrag nicht zustande gekommen ist, der eine Zahlungspflicht des BVB begründen könnte.

Ein Vertragsabschluss ergibt sich entgegen der Auffassung des Klägers nicht aus den Umständen der Kontaktaufnahme sowie den anfänglich unter Beteiligung des Beraters geführten Vertragsverhandlungen. Die Beklagte hat den Kläger als Vertreter des Spielers angesprochen und ihn dabei nicht selbst als Makler beauftragt.

Nur in der schnöden Kontaktaufnahme des Vereins zum Spielerberater liegt kein Angebot zum Abschluss eines Maklervertrages, da der Berater lediglich als Vertreter des Spielers angesprochen werden sollte und der Verein keinerlei Maklervermittlungsleistungen nachgefragt hatte. Zwar ist denkbar, dass auch ein Verein einen Spielervermittler als Makler mit der Vermittlung einer Vertragsverlängerung zum auslaufenden Arbeitsvertrag mit dem Spieler beauftragen möchte, hierzu bedarf es jedoch besonderer Umstände, die hier nicht vorgelegen haben.

Für die Beauftragung des Klägers als Makler spricht nach Auffassung des Oberlandesgerichtes auch nicht, dass im Falle einer vertraglichen Einigung mit einem Spieler regelmäßig der Verein das Honorar des beteiligten Spielerberaters übernimmt, da einer solchen Zahlung auch eine erst bei der Vertragsverlängerung vereinbarte Zahlungszusage zugrundeliegen kann.

 

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