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Sportrecht


Sportrecht

Viel Lärm um wenig

Eine Entscheidung des Oberlandesgerichts Hamm vom 22.10.2012, I-6 U 241/11 hat in den Medien für große Aufruhr gesorgt und den einen oder anderen vermeintlichen Experten zur Annahme verleitet, dass zukünftig bei jedem Foul im Rahmen eines Fußballspiels Schadenersatz zu leisten ist.

Dem ist nicht so. Vielmehr hat das Oberlandesgericht Hamm in der oben genannten Entscheidung die bisherige Rechtsprechung bestätigt, wonach ein Fußballer nicht haftet, wenn er seinen Gegenspieler bei regelgerechter und dem Fairnessgebot entsprechender Spielweise verletzt.

Eine Haftung, daran ändert auch das Urteil des OLG Hamm nichts, wird nur begründet, wenn ein Spieler rücksichtslos unter Verstoß gegen die DFB-Fußballregel Nr. 12 handelt, er also den zur Verletzung des Gegenspielers führenden Zweikampf ohne jede Rücksicht auf die Gefahr und die Folgen seines Einsteigens für den Gegner führt.

Im entschiedenen Fall ist ausnahmsweise einmal die Beweisaufnahme zugunsten des Klägers ausgegangen. Häufig verhält es sich leider so, dass die Zeugenaussagen ausgesprochen widersprüchlich sind oder aber sich der klägerische Vortrag durch Zeugenaussagen nicht beweisen lässt, da jedenfalls bei Amateurspielen in der Regel Kameras nicht vor Ort sind.

 

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