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Steuerrecht


Steuerrecht

Telefonkosten sind Werbungskosten bei längerer auswärtiger Tätigkeit

Der Bundesfinanzhof hat in einer Entscheidung vom 05.07.2012, VI R 50/10, entschieden, dass Telefongebühren als Werbungskosten abzugsfähig seien können, wenn diese während einer mindestens einer Woche lang andauernden auswärtigen Tätigkeit entstanden sind.

Geklagt hatte ein Marinesoldat, der auf einer Fregatte auf hoher See eingesetzt war. Er führte während des Aufenthalts in ausländischen Häfen 15 Telefongespräche jeweils an den Wochenenden mit seinen Angehörigen und seiner Lebensgefährtin für insgesamt € 252,00.

Er machte für das Streitjahr 2004 in seiner Einkommensteuererklärung diese Aufwendung als Werbungskosten geltend. Das Finanzamt erkannte dies jedoch nicht an.

Das Finanzgericht gab der Klage statt, die Revision des Finanzamtes hatte vor dem Bundesfinanzhof keinen Erfolg.

Der BFH hat in der Entscheidung die Auffassung vertreten, dass Kosten, die untrennbar sowohl privat als auch beruflich veranlasst sind, der Berufssphäre zuzuordnen sind, wenn die Aufwendungen so stark durch die berufliche Situation geprägt sind, dass der private Veranlassungsbeitrag bei einer wertenden Betrachtung unbedeutend ist.

Es erscheint gerechtfertigt, auch Aufwendungen für Telefonate privaten Inhalts, die nach einer mindestens einwöchigen auswärtigen Tätigkeit entstehen, als beruflich veranlassten Mehraufwand der Erwerbssphäre zuzuordnen.

 

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