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Steuerrecht


Steuerrecht

Falsch getankt: Reparaturaufwendungen = Werbungskosten?

 

Der Bundesfinanzhof hat am 20.03.2014, VI R 29/13, entschieden, dass Reparaturaufwendungen aufgrund einer Falschbetankung eines PKW auf der Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte nicht als Werbungskosten abziehbar sind.

Der Kläger dieses Verfahrens hatte auf dem Weg zur Arbeit irrtümlich Benzin statt Diesel getankt. Da sein Arbeitgeber die Übernahme der Reparaturkosten ablehnte, beantragte er bei der Einkommensteuererklärung 2010 neben der Entfernungspauschale den Abzug der Reparaturaufwendungen in Höhe von ca. € 4.200,00 als Werbungskosten bei den Einkünften aus nicht selbständiger Arbeit.

Das Finanzamt sah dies anders, das Finanzgericht gab jedoch der Klage statt, da die Entfernungspauschale für außergewöhnliche Aufwendungen nicht greife.

Der Bundesfinanzhof wiederum konnte diese Auffassung nicht teilen und wies die Klagte ab. Er hat sich im Ergebnis der Auffassung der Finanzverwaltung angeschlossen, nach der § 9 Abs. 2 Satz 1 EStG es rechtfertigt, durch die Entfernungspauschalen sämtliche Aufwendungen als abgegolten zu betrachten, die durch die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte veranlasst sind.

Auch außergewöhnliche Kosten fallen unabhängig von ihrer Höhe unter diese Abgeltungs-wirkung.

 

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