Roggelin & Partner bei facebook - gefllt mirDeutsche Sprache English Language jezyk polski Russische Sprache
Loading
Geschftsfelder

Impressum | Datenschutz | AGB | © 2013 Roggelin & Partner

Steuerrecht


Steuerrecht

Überlassung von Spielern und Steuerrecht

 

 

Einen nicht ganz seltenen Fall hat der Bundesfinanzhof am 30.08.2017 entschieden, Geschäftszeichen II R 46/15.

Geklagt hatte ein Fußballverein, dessen damaliger Sponsor Spieler, Trainer und Betreuer bei sich als kaufmännische Angestellte oder Repräsentanten eingestellt und bezahlt hatte.

Diese Mitarbeiter wurden allerdings nicht für den damaligen Sponsor tätig, sondern spielten für den Verein Fußball, ein Entgelt erhielt der Sponsor für die Überlassung der Athleten nicht.

Das Finanzamt hatte nun auf die Lohnzahlung des Sponsors an die Athleten vom Kläger Schenkungssteuer erhoben, womit der Kläger nicht einverstanden war und klagte.

Vor dem Finanzgericht hatte er keinen Erfolg, auch der Bundesfinanzhof wies die Klage ab.

Nach Auffassung des BFH lagen in dem Verzicht auf einen Vergütungsersatz für die unentgeltliche Überlassung der Mitarbeiter an den Kläger zum Einsatz als Fußballspieler, Trainer oder Betreuer freigiebige Zuwendungen an den Kläger.

Für diese unentgeltliche Überlassung der Spieler durch den Sponsor an den Kläger fiel Schenkungssteuer an. Wenn sich die Beteiligten einig sind, dass die Spieler zwar bei einem Dritten angestellt sind und von diesem bezahlt werden, tatsächlich aber ausschließlich Fußball für den Verein spielen und der Verein dem Dritten für die Überlassung keine angemessene Vergütung zahlt, so liegt in dem Verzicht des Dritten auf die angemessene Vergütung eine Schenkung an den Verein.

§ 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG erfordert außerdem, dass der Zuwendende in dem Bewusstsein handelt, zu der Vermögenshingabe weder rechtlich verpflichtet zu sein, noch dafür eine mit seiner Leistung in einem synallagmatischen, konditionalen oder kausalen Zusammenhang stehende Gegenleistung zu erhalten.

Auch dies war hier erfüllt, da davon ausgegangen werden durfte, dass dies jedenfalls nach „Laienart“ zutreffend erfasst wurde.

 

‹ zurück zur Übersicht

nach oben