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Wettbewerbsrecht


Wettbewerbsrecht

Unzulässige Produktplatzierungen

Das Verwaltungsgericht Hannover hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob im Rahmen der Sendung

"Dschungelcamp 2014" die Produktplatzierung des Schokoriegels "Leibnitz Pick up" unzulässig war.

Grundsätzlich sind Produktplatzierungen, die "gekennzeichnete Erwähnung oder Darstellung von Waren in Sendungen gegen Entgelt oder eine ähnliche Gegenleistung mit dem Ziel der Absatzförderung". Derartige Produktplatzierungen werden durch den Rundfunkstaatsvertrag (RStV) reglementiert.

Gemäß § 7 Abs. 7 Satz 2 Nr. 3 RStV darf das beworbene Produkt nicht „zu stark“ herausgestellt werden.

Anlass zur Prüfung gab hierbei eine Sequenz aus dem Dschungelcamp 2014, bei welcher als "Gewinn" für eine erfolgreich bestandene "Dschungelprüfung" eine mit dem Schokoladengebäck "Pick up" gefüllte Kiste überreicht wurde. Beim Öffnen dieser Kiste wurde die Verpackung des Schokoriegels deutlich sichtbar und von den jeweiligen Akteuren in den Mittelpunkt der Sequenz gestellt und sogar im Nachgang in den jeweiligen Interviews mündlich lobend beworben.

Nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Hannover war hierin eine "zu starke" Hervorhebung zu sehen.

Eine solche liegt vor, wenn die Abgrenzung einer Unterhaltungssendung zur Werbung nicht mehr eindeutig gegeben ist.

Aufgrund des in den Mittelpunkt Stellens des  Gewinns der Kiste gefüllt mit "Pick up" sowie der lobenden Erwähnung der Dschungelcampteilnehmer in den Interviews war nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Hannover der vorwiegende Zweck die Werbung und der Unterhaltungsfaktor trat in den Hintergrund.

Insoweit wurde die Produktplatzierung als unzulässig erachtet.

Verwaltungsgericht Hannover, Urteil vom 18.02.2016, Az.: 7 A 13293/15

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