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Schadenersatz und Schmerzensgeld für verletzten Basketballspieler?

Nein, so jedenfalls das Amtsgericht München in einer Entscheidung vom 28.07.2020, Az. 161 C 20762/19.

Der Kläger dieses Verfahrens hatte in einer Sporthalle am Basketballtraining einer Jugendmannschaft teilgenommen. Der beklagte Trainer hatte sich selbst eingewechselt und mitgespielt.

Es kam schließlich zu einer Situation, in der der Kläger verletzt wurde. Wie genau dies geschah, blieb offen.

Der Kläger trug nun vor, dass er 3 Monate lang nicht habe abbeißen können und auf verflüssigte Nahrung angewiesen sei.

Als einziger, körperlich überlegener Erwachsener hätte der Beklagte auch defensiver spielen müssen.

Das Amtsgericht München hat hier eine Beweisaufnahme nicht durchgeführt, weil es der Auffassung war, dass selbst bei dem eigenen Vortrag des Klägers ein Schadenersatzanspruch nicht gegeben war.

Wer an Sportarten teilnimmt, bei denen Körpereinsatz gegen den Mitspieler in gewissen Grenzen zur Eigenart des Spiels gehört, muss in Kauf nehmen, dass er verletzt werden kann.

Da hier ein unsportliches Verhalten nicht festgestellt werden konnte, war die Klage abzuweisen.